Dr. Jürgen Kutscheidt
Forschung und Anwendung seit 1985

 

 


                                           Einleitung

Das Wissen über die Mykorrhiza ist schon fast 120 Jahre alt. Damals erhielt der Berliner Botaniker Prof. Frank vom König von Preußen den Auftrag Trüffel zu züchten. Bei dieser Arbeit fiel dem Forstspezialisten auf, dass der Pilzfruchtkörper der Trüffel immer in Verbindung mit den Feinwurzeln bestimmter Baumarten steht. Und immer hatten diese Wurzeln ein bestimmtes Aussehen. Sie waren in ihrer Form gedrungener, waren stärker verzweigt und hatten eine andere Farbe als die "normale" Wurzel. Weil diese Trüffelwurzeln eben keine normalen Wurzeln waren, bezeichnete er sie als "Mykorrhiza", zusammengesetzt aus griechisch "mykos" = Pilz und "rhiza" = Wurzel.

Aber nicht nur schmackhafte Pilze sind Baumpartner, es finden sich viele andere Pilze, die eine solche  Lebensgemeinschaft eingehen können, zum Teil sind sie ungenießbar (Kahler Krempling), einige aber auch giftig (Fliegenpilz).

All diese Pilzarten bilden eine sogenannte Ekto-Mykorrhiza ("ektos" = außen). Sie sind mit bloßem Auge erkennbar und bilden zumeist "richtige" Pilzfruchtkörper.

 

Im Gegensatz dazu sind die Veränderungen an der Feinwurzel bei der Endo-Mykorrhiza (endon = innen) nicht äußerlich sichtbar und die Pilze bilden keine Fruchtkörper. Die Sporen dieser Pilze sind so winzig, dass man sie mit der Lupe suchen muss.

 

 

 

                           

 

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